
Wir befinden uns, was das angeht, schon im Wandel. Auch z.B. in anderen europäischen Ländern ist es längst Gang und Gebe und gehört zum guten Ton, dass man sich INDIVIDUELL kleidet. Nicht nur die Teenies sind hierzulande von weit verbreitenden Trends begeistert. Bei mir ist eher das Gegenteil der Fall...
Man nehme nur das Beispiel Skandinavien - wie oft habe ich mich in Stockholm im Sommer jedes Mal aufs Neue in die zu kurzen Karottenhosen in schlichten Tönen, teils mit Bügelfalte, zu knalligen Socken in Rot verliebt?
Wie oft bin ich einem Streber verfallen, der den nächsten Größenrekord einer Hornbrille aufstellte?
Auch in London ist es nur up-to-dress, sich extravagant und individuell zu kleiden. Kontraste und Provokation sind an der Tagesordnung.
Da bleibt nur noch die Frage bestehen, wann die Rückkehr zur Individualität endlich Deutschland überrollt wie eine Woge bunter, leuchtender Gegenstände und vor nichts und niemandem bitte bitte bitte halt macht!
Individualität drückt sich durch Unterscheidung aus, wer auf Individualität Wert legt, möchte eigenständig und anders sein, und sich zB durch seine Bekleidung abgrenzen. Mit Individualität wird oft fälschlicherweise ein absichtliches Abgrenzen (dabei geht es hier nur um sich-selbst-ausleben), Trends durch Zeitschriften abschauen oder die 70er-Jahre verbunden<<
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