Einer meiner Lehrer wetterte über die schlecht besuchte CPD-Messe, auf der alle Abschlusssemester ihre Mode präsentieren können. Meine Freundin sagte "Judith, mach' doch einfach deine eigene Modenschau". Gesagt - getan. Das mit dem selbstständig machen hat sich nebenher entwickelt. Ich habe die Fotografien eines damals Bekannten, Julian Valkieser (sie haben ihn kennengelernt) gesehen. Habe ihn gefragt, ob er für mich fotografieren würde. Bin durch die Städte und durchs Internet gezogen und habe diverse Mädels und Jungs angesprochen und ein paar wenige Freunde und Bekannte gefragt - zwecks modeln. Ich wollte neue Gesichter mit Persönlichkeit. Teilweise hat mich das sehr viel Motivation gekostet. Mit Julian und zwei Mädels, die auch fotografieren haben wir uns zum ersten Mal in Köln auf einem Parkhaus im 11. Stock getroffen. Fotos gemacht. Julian und ich haben uns angefreundet, er hat mir vorgeschlagen, dass wir eine aftershowparty veranstalten könnten. Außerdem hat er längere Zeit als Promoter gearbeitet und konnte mich diesbzüglich beraten. Später haben wir begonnen, eine geeignete Location für unser Vorhaben zu suchen. Das war die größte Arbeit. Wir sind in den Kanal gestiegen, haben im 36. Stock die Aussicht genossen, in Katakomben gestiegen und viele Gebäudeverwalter wie z.B. Parkhausvermieter und Pfarrer überrascht. Sehr viel Hilfe hatten wir dabei vom einem netten Beamten aus dem Amt der Wirtschaftsförderung in Köln. Wir hatten oft Hoffnung, die genauso oft zerstört wurde, endlich eine Location gefunden zu haben.
Wir waren wahrscheinlich gerade an einem Punkt angekommen, an dem wir fast aufgegeben hätten, so demotiviert waren wir durch all die Absagen. Wir hatten zwar ein paar kleiner Locations, wo wir hätten das veranstalten können, aber ich habe gesagt "entweder ganz oder gar nicht". Dann kam der Anruf von den Spichernhöfen. Dann ging alles eigentlich ganz schnell.
Julian und ich sind trotz einiger Diskussion (die sich wohl aber auch nicht vermeiden lassen wenn man 24 h als zwei so unterschiedliche Personen aufeinander hängt) und täglichem Kontakt uns gegenseitig niemals überdrüßig geworden und haben uns auf darauf konzentriert, unseren Traum in die Tat umzusetzen. Dazu gehörte auch gegenseitige Motivation.
Ohne die finanzielle Unterstützung meiner Eltern wäre das natürlich überhaupt nicht möglich.
In der langen Zeit, seit der wir schon an dem Projekt arbeiten, haben wir eine Menge Studium vernachlässigt und viel durch Fehler gelernt. Aber wir haben auch viele neue Menschen kennengelernt, ohne die das Projekt nicht möglich wäre, als wären da nur all die Models. Alexander Speckmann, unser Deko-Verantwortlicher, der uns unterstützt, wo er nur kann. Maria Dittmann, eine Freundin aus meinem Semester, die Julian und mich für die Veranstaltung einkleidet. Viele befreundete Künstler, die ihre Werke ausstellen werden.
Am 11. Oktober werden wir nach weiteren Diskussionen und Nähmaschinenausfällen vor den Leuten stehen.
Inspirations, Shopping, my own fashion show, & other things..
Samstag, 13. September 2008
The Story
Labels:
Abschlusskollektion,
Ausstellungen,
catwalk,
Designer,
Events,
fashion,
fotoshooting,
Freunde,
inspiration,
köln,
Kultur,
laufsteg,
Models,
Party
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen